Gemäß einer Studie von AEW Research (Tochtergesellschaft von Natixis Investment Management) sollten die europäischen Wohnungs Märkte widerstandsfähig bleiben, auch in einem Umfeld länger anhaltender Spannungen im Nahen Osten, die die Inflation antreiben und die Zinssätze auf hohen Niveaus halten könnten.
Trotz dieser Unsicherheiten bleiben die Fundamentaldaten des Sektors robust. Der strukturelle Wohnungsmangel, kombiniert mit einer anhaltenden Mietnachfrage und einem wachsenden Investoreninteresse, stützt weiterhin die Leistungsfähigkeit des Wohnsegments in Europa.
Sogar in einem pessimistischen Szenario würden die erwarteten Renditen nur um etwa 80 Basispunkte pro Jahr gegenüber dem zentralen Szenario sinken, was die defensive Charakteristik dieser Anlageklasse verdeutlicht.
Zentrale Ergebnisse der Studie:
- Ein anhaltend unzureichendes Wohnangebot
Die Neubau-Lieferungen bleiben in den meisten europäischen Ländern begrenzt, mit einer schrittweisen Erholung, die zwischen 2026 und 2028 erwartet wird. - Frankreich an der Spitze trotz Rückgang
Frankreich hat 2025 in Europa die meisten Wohnungen geliefert, trotz eines jährlichen Rückgangs von 17 %. - Solides Mietertragswachstum
Die Spitzenmieten für Wohnimmobilien dürften zwischen 2026 und 2030 um ca. 3,2 % pro Jahr steigen. - Wachsende Investorenhungrigkeit
Der Anteil des Wohnsegments an den Transaktionsvolumina im europäischen Immobilienmarkt hat sich in 15 Jahren verdoppelt und bestätigt seinen Status als strategische Asset-Allokation. - Das gemanagte Wohnen boomt
Segmente wie Studentenwohnheime oder Coliving verzeichnen hohe Belegungsraten und attraktive Aussichten für Mietwachstum.
In einem Umfeld geopolitischer und makroökonomischer Risiken etabliert sich der europäische Wohnimmobiliensektor als resistente Assetklasse, getragen von langfristigen strukturellen Dynamiken und einer zunehmenden Diversifizierung der Investitionsstrategien.
