Nach dem Drama von Crans-Montana, werden die vorgesehenen Erleichterungen der schweizerischen Brandschutzvorschriften im Rahmen einer Revision auf Eis gelegt. Die neuen Vorschriften hätten 2027 in Kraft treten sollen.
„Die Bestrebungen zur Liberalisierung stehen still“, erklärte am Montag gegenüber Keystone-ATS Rolf Meier, Leiter der Kommunikation des Vereins der kantonalen Versicherungsanstalten (AEIA).
Die Vernehmlassung zur Überarbeitung des Brandschutzrechts wurde Mitte September eröffnet und sollte am 11. Januar beendet werden. Ein neuer Zeitplan befindet sich in der Ausarbeitung, fügte Meier hinzu und bestätigte damit die Information der deutschsprachigen Zeitung NZZ.
Längere Fluchtwege
Der vollständige Überarbeitungsentwurf der schweizerischen Brandschutzvorschriften (PPI), der rund 500 Seiten umfasst, wurde vom AEIA erarbeitet. Dort waren punktuelle Erleichterungen vorgesehen: In einigen Fällen hätte es möglich sein können, längere Fluchtwege zu genehmigen oder die Anforderungen an brennbare Bauteile zu vereinfachen.
Die Brandschutzvorschriften der AEAI, die landesweit in der Schweiz gelten, bilden die Rechtsgrundlage für die Durchführung des Brandschutzes in Gebäuden. Die Kantone und Gemeinden sind für deren Umsetzung verantwortlich.
Es ist noch unklar, ob die derzeit in der Schweiz geltenden Brandschutzvorschriften im Bar Le Constellation in Crans-Montana eingehalten wurden.
