Implenia: Umsatz und Nettogewinn 2025 rückläufig

Der Umsatz ging um 2,4% zurück auf 3,47 Milliarden Franken. Der Auftragsbestand hat dagegen um rund ein Viertel (+24,7%) zugelegt und sich auf 8,47 Milliarden Franken erhöht.

Implenia verzeichnet eine rückläufige Leistung im Geschäftsjahr 2025. Unter dem Rückgang ihrer Einnahmen hat der führende Schweizer Baukonzern einen Rückgang des Nettogewinns um 9,3% gegenüber dem Vorjahr auf 84,7 Millionen Franken verzeichnet. Das Zürcher Unternehmen hat zwar das operative Ergebnis verbessert, schlägt jedoch vor, eine erhöhte Dividende von 1,40 Franken je Aktie auszuschütten, gegenüber 0,90 Franken zuvor.

Der Umsatz ist um 2,4% auf 3,47 Milliarden Franken gesunken, wie Implenia am Mittwoch mitteilte. Der Auftragsbestand hat dagegen um knapp ein Viertel (+24,7%) zugelegt und sich auf 8,47 Milliarden Franken erhöht, sodass die Zürcher Gruppe eine Umsatzsteigerung bis zum Jahr 2027 erwartet.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist ebenfalls gestiegen, und zwar um 7,7% auf 140,5 Millionen Franken, die entsprechende Marge liegt bei 4%, gegenüber 3,7% im Jahr 2024. Während das Ergebnis vor Steuern auf 109,2 Millionen gestiegen ist, führt Implenia den Rückgang des Nettogewinns auf höhere Finanzierungskosten – insbesondere durch vorzeitige Refinanzierungen – und auf nicht wiederkehrende fiskalische Effekte in den Vorjahren zurück.

Mit Ausnahme des operativen Ergebnisses hat die Performance von Implenia die Erwartungen der Analysten leicht verfehlt. Von AWP befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 3,62 Milliarden, einem EBIT von 140,3 Millionen, einer Marge von 3,9% und einem Nettogewinn von 88 Millionen gerechnet.

Zum laufenden Geschäftsjahr, dem Unternehmen, das vor zwanzig Jahren gegründet wurde, rechnet mit einem EBIT von rund 150 Millionen Franken, ohne außerordentliche Investitionen in Wachstum von CHF 10-20 Millionen für die Umsetzung der Strategie. Diese Investitionen sollen die Entwicklung von Kompetenzen und Expertise fördern, um eine stärkere Differenzierung und Spezialisierung in den drei Divisionen der Gruppe zu ermöglichen.

Durch eine mittelfristige Sichtbarkeit und eine prognostizierte Projektmarge des Auftragsbestands rechnet Implenia ab 2027 mit einer EBIT-Steigerung über 150 Millionen. Die mittelfristigen finanziellen Ziele bleiben eine Eigenkapitalquote von 25% (gegenüber 23,5% im Jahr 2025 und 21,2% im Jahr 2024) und eine EBIT-Marge, die über 4,5% liegt.

Aus einer soliden Bilanz und Ergebnislage heraus beabsichtigt der Verwaltungsrat, der ordentlichen Generalversammlung am 31. März eine Dividendenerhöhung um 56% auf 1,40 Franken je Aktie vorzuschlagen.

Parallel zur finanziellen Performance meldet Implenia zwei Abgänge im Management. Anita Eckardt, Leiterin der Division Service Solutions, wird ihre Funktion Ende März verlassen. Ab April wird Geschäftsführer Jens Vollmar diese Aufgaben bis auf weiteres übernehmen. Die Personalchefin, Claudia Bidwell, wird ebenfalls Ende März das Unternehmen verlassen. Petra Feigl-Fässler, Leiterin Human Resources und Kommunikation der Migros Industrie, wird sie im September ablösen.

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