Die Preise für Wohnraum in der Schweiz setzten ihren Anstieg auch im letzten Jahr fort, jedoch in langsamerem Tempo als in früheren Perioden. Während die Migrationsströme geringer waren, konnte der Wohnungsbau die starke Nachfrage weiterhin nicht befriedigen, und die Mietpreise sollten weiter steigen.
Im Jahr 2025 sind die angebotenen Mieten durchschnittlich um 2,3% gestiegen, nach einer Beschleunigung von 3,2% im Jahr 2024 und 4,7% im Jahr 2023, erklärten die Immobilienplattform Homegate.ch und die Zürcher Kantonalbank am Donnerstag in einer Mitteilung.
„Die Nettozuwanderung ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen“, mit einem Rückgang von 12% Stand im November des letzten Jahres, erklärte Martin Waeber. Nach Angaben des Immobilienverantwortlichen von SMG Swiss Marketplace Group, die die Plattform für Kleinanzeigen im Immobilienbereich betreibt, „konnte der Neubau von Wohnungen die unbefriedigte Nachfrage nicht befriedigen“. Die Zahl der leerstehenden Wohnungen sei 2025 zudem noch weiter gesunken, fügte er hinzu.
Die größten Mietpreisanstiege wurden im vergangenen Jahr im Kanton Graubünden verzeichnet (+10%), gefolgt von Schwyz (+7,4%) und Nidwalden (+6,7%). Auf Stadtebene stiegen die Mietpreise in Genf um 3,4%, in Lausanne und Zürich um 2,2%.
Angesichts einer weiterhin schwachen Bautätigkeit im Jahr 2026 und einer starken Inlandsnachfrage dürften die Mieten auch in diesem Jahr weiter steigen, so Waeber.
