Swiss Prime Site (SPS) konnte im vergangenen Jahr seinen Nettogewinn trotz des Rückgangs der Mieteinnahmen ausbauen. Die führende Immobiliengruppe der Schweiz erzielte einen Nettogewinn von 382,5 Millionen Franken, ein Anstieg von 6,2% gegenüber dem Vorjahr, vor allem dank der Neubewertungsgewinne. Die vorgeschlagene Dividende beträgt 3,50 Franken je Aktie, was einer Erhöhung von 0,05 Franken entspricht.
Die Mieteinnahmen sind im Vergleich zu 2024 um 1,4% auf 456,8 Millionen Franken gesunken, wie SPS am Donnerstag mitteilte, und der Rückgang wurde auf Verluste zurückgeführt, die mit zahlreichen Renovierungsarbeiten verbunden sind. Insgesamt hat sich der Umsatz der Gruppe noch stärker verringert, nämlich um 16,6% auf 553,4 Millionen, bedingt durch das Wegfallen der Erträge des Einzelhändlers Jelmoli, dessen Aktivitäten Anfang 2025 eingestellt wurden. Auf vergleichbarer Basis verzeichnete das Betriebsergebnis ein Wachstum von 2,6%.
Die Immobilien-Neubewertungen haben sich nahezu verdoppelt (+90%) auf 216,9 Millionen Franken erhöht. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) stieg um 18,5% auf 629,6 Millionen. Ausschließlich der Effekt der Neubewertungen ausgenommen, sank das EBIT um 0,5% auf 404,6 Millionen, während der Nettogewinn wiederum eine Zunahme verzeichnete, nämlich um 1,3% auf 317,8 Millionen.
Die Performance erwies sich als niedriger als von den Analysten erwartet, zumindest im Hinblick auf die Mieteinnahmen und den Nettogewinn. Von der Agentur AWP befragt, hatten Experten im Durchschnitt mit 458,7 Millionen Franken für die Mieteinnahmen und 449,8 Millionen Franken für den Nettogewinn gerechnet.
Rekord-Einnahmen im Asset Management
Die Asset-Management-Sparte SPS Solutions verzeichnete zum Jahresende 2025 einen Anstieg des verwalteten Vermögens auf 14,3 Milliarden Franken gegenüber 13,3 Milliarden zwölf Monate zuvor. Die Performance spiegelt insbesondere Netto-Nettosubskriptionen von rund 1,0 Milliarde Franken wider, wobei SPS betonte, in allen Segmenten ein Wachstum verzeichnet zu haben. Die Aktivität hat einen Rekordumsatz von 83,6 Millionen Franken erzielt, 20% mehr als 2024.
Ende 2025 verfügte SPS über ein Immobilienportfolio im Wert von 13,9 Milliarden Franken, was einem Anstieg von 6,6% entspricht. Der Zuwachs resultierte hauptsächlich aus Akquisitionen, Investitionen und dem positiven Einfluss der Neubewertungen. Letztere wurden durch die Erhöhung der Mieten für neue Mietverträge oder Verlängerungen von Verträgen ausgelöst. Die Leerstandsquote betrug am Ende des Geschäftsjahres 3,7%, gegenüber 3,8% ein Jahr zuvor.
In Bezug auf das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Swiss Prime Site optimistisch; das Marktumfeld dürfte insgesamt günstig bleiben. Im Immobiliensegment rechnet der Zuger Konzern insbesondere aufgrund der im Jahr 2025 getätigten Akquisitionen mit einer deutlichen Zunahme der Mieteinnahmen. Darüber hinaus wird eine Fortsetzung des Rückgangs der Leerstandsquote erwartet.
In der Vermögensverwaltung geht Swiss Prime Site davon aus, seinen Wachstumspfad fortzusetzen und weiter mit einer organischen Expansion von rund 1,0 Milliarde Franken pro Jahr zu rechnen. Auf Gruppenebene wird für das Geschäftsjahr 2026 eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses erwartet.
