Wer heute von einer Zweitwohnung in den Schweizer Alpen träumt, stößt meist schnell an finanzielle Grenzen. In Orten wie Zermatt, Verbier oder Crans-Montana sind Preise jenseits von 500’000 Franken längst die Regel. Doch ein genauer Blick ins Wallis zeigt: Abseits der Hotspots existieren noch echte Preisnischen. In einigen Bergdörfern sind kleine Zweitwohnungen – meist Bestandsobjekte – theoretisch noch unter 150’000 CHF zu finden.
Albinen – ruhig, sonnig, unterschätzt
Oberhalb von Leukerbad gelegen, bietet Albinen spektakuläre Aussicht, viel Sonne und eine stabile Dorfgemeinschaft. Der Ort ist kein klassisches Skizentrum – genau das hält die Preise niedrig. Ältere Wohnungen oder kleine Objekte mit Renovationsbedarf sind hier besonders interessant für Käufer mit begrenztem Budget.
Guttet-Feschel – Panorama statt Prominenz
Dieses kleine Bergdorf oberhalb des Rhonetals ist kaum international bekannt. Guttet-Feschel punktet mit Ruhe, Weitblick und direktem Zugang zur Natur. Der Immobilienmarkt ist klein, doch genau hier entstehen immer wieder seltene Kaufgelegenheiten unterhalb der üblichen Walliser Preisniveaus.
St. German – Nähe zur Stadt, Preise vom Land
Nur wenige Minuten von Brig entfernt, bleibt St. German erstaunlich erschwinglich. Wer keine touristische Infrastruktur benötigt, findet hier funktionale Zweitwohnungen zu Preisen, die in bekannten Ferienorten undenkbar wären. Die Kombination aus Erreichbarkeit und moderaten Kosten macht den Ort für Zweitwohnsitze attraktiv.
Ausserberg – authentisch und erstaunlich bezahlbar
Hoch über dem Rhonetal gelegen, ist Ausserberg ein klassisches Walliser Dorf ohne Massentourismus. Genau das wirkt sich auf die Preise aus. Kleine Wohnungen in älteren Gebäuden tauchen hier regelmäßig auf dem Markt auf – oft deutlich günstiger als im Tal.
Eisten – extrem klein, extrem ruhig
Eisten gehört zu den kleinsten Gemeinden der Region. Keine Lifte, keine Promenade, keine Events – dafür maximale Ruhe. Für Käufer, die genau das suchen, können sich hier sehr günstige Einstiegsmöglichkeiten ergeben, insbesondere bei Objekten mit einfachem Ausbaustandard.
Warum diese Orte noch bezahlbar sind
Alle genannten Dörfer haben eines gemeinsam:
-
kaum internationale Nachfrage
-
wenig oder kein Massentourismus
-
Fokus auf Dauerwohnen statt Ferienvermietung
-
Bestand statt Neubau
Das drückt die Preise – und schafft Chancen für Käufer, die bewusst auf Glamour verzichten.
Realitätscheck: unter 150’000 CHF – ja, aber
Diese Preisregion ist kein Standard, sondern eine Ausnahme. Meist handelt es sich um:
-
kleine Wohnflächen
-
ältere Gebäude
-
Renovationsbedarf
-
eingeschränkte Vermietbarkeit
Wer flexibel ist und langfristig denkt, findet hier jedoch Möglichkeiten, die es in den bekannten Alpenorten längst nicht mehr gibt.
Fazit
Der Traum von der Zweitwohnung im Wallis ist nicht tot, aber er hat sich verlagert. Nicht mehr in den berühmten Namen, sondern in stille Bergdörfer, die kaum jemand auf dem Radar hat. Wer bereit ist, genauer hinzusehen, kann hier noch kaufen – zu Preisen, die in den Alpen fast schon historisch wirken.
