Biarritz heisst Reisende aus der Schweiz mit einer Mischung aus Atlantikbrise und baskischem Charme willkommen. Mitten im alten Hafen steht ein Lokal, das Fisch so ehrlich und so präzise zubereitet, dass man es sich merkt. Hier ist der Saint‑Pierre, auf Deutsch Petersfisch, zur Ikone geworden und hat sich einen Ruf in ganz Frankreich erarbeitet.
Eine Ikone am alten Hafen
Zwischen Booten und schattigen Terrassen zieht die Aussicht auf das Meer sofort in ihren Bann. Das Haus pflegt eine Küche, die auf frischen Produkten basiert und deren Garzeit mit schweizerischer Präzision abgestimmt ist. Der Service bleibt aufmerksam, ohne aufzudrängen, und verankert das Restaurant fest in der lokalen Tradition.
Der gegrillte Saint‑Pierre
Der Petersfisch kommt von der Plancha, was die Haut knusprig und das Fleisch saftig macht. Saisonales Gemüse und ein dezentes Würzspiel lassen den Eigengeschmack leuchten. „Hier hat der Saint‑Pierre einen Geschmack, den man nicht vergisst, er ist genau richtig gegart“, sagt ein langjähriger Stammgast mit zufriedener Ruhe.
Was das Haus auszeichnet
Wer Fisch mag, findet hier eine seltene Klarheit der Handschrift, die sich konsequent an Qualität und Nähe orientiert. Die folgenden Punkte fassen den Charakter des Hauses prägnant zusammen:
- Ein einzigartiger Standort direkt am alten Hafen mit Blick auf die See
- Lokaler Einkauf bei Fischern der baskischen Küste
- Eine kurze, fokussierte Karte ohne überfluessige Schnörkel
- Atmosphäre zwischen Eleganz und entspanntem Feriengefühl
Mehr als eine Mahlzeit
Ein Besuch fühlt sich an wie eine kleine Reise, bei der Wind, Licht und Stimmen ein maritimes Tableau malen. Das Klirren der Gläser trifft auf den Duft von Jod und die leise Betriebsamkeit einer eingespielten Brigade. Jeder Teller erzählt von Meer und Markt und davon, wie Einfachheit zu Finesse wird.
Für Gaumen aus der Schweiz
Schweizerinnen und Schweizer schätzen die Verbindung von Handwerk und Terroir, die hier kompromisslos gelebt wird. Zum Petersfisch passt ein trockener Weisswein aus Irouleguy oder aus dem nahen Jurancon, kühl serviert und mineralisch klar. Wer lieber alkoholfrei wählt, findet mit Zitrone und Meersalz aromatisiertes Wasser als frische Begleitung.
Praktische Tipps
Reservieren Sie in der Hochsaison unbedingt im Voraus, besonders wenn Sie draussen sitzen möchten. Die goldene Stunde am späten Nachmittag legt warmes Licht über Hafen und Teller und macht das Essen doppelt einprägsam. Planen Sie etwas Zeit ein, um nach dem Dessert am Kai entlangzugehen und die Wellen anzuhören.
