Die Lage am schweizerischen Wohnungsmarkt bleibt angespannt, und potenzielle Mieter sehen sich mit dem schwersten Mangel seit 2014 konfrontiert, wie das Bundesamt für Wohnungswesen am Montag in einem Jahresbericht feststellt.
Auf der Grundlage der Entwicklungen der letzten Jahre bezweifelt das Bundesamt für Wohnungswesen darüber hinaus eine Neuausrichtung von Angebot und Nachfrage bereits im laufenden Jahr.
„Die Verbesserung der Situation für Menschen, die eine Wohnung suchen, hängt im Wesentlichen vom Wachstum der Haushalte ab. Dieses Wachstum dürfte sich im Jahr 2026 jedoch in einem Bereich bewegen, der dem des Vorjahres ähnelt“, erklären die Experten des Bundes.
Dieses Phänomen erschwert insbesondere die Suche nach bezahlbaren Wohnungen für Haushalte mit niedrigem oder mittlerem Einkommen, sowohl in städtischen Gebieten als auch in Bergregionen. Als kritisch werden die Regionen Zürich, Genf, Luzern, Zug, St. Moritz, Chur oder Interlaken-Zweisimmen genannt.
Die seit langem in ihrem Zuhause etablierten Haushalte hingegen haben von einem stabilisierenden Effekt der Senkung der Finanzierungskosten auf die Mietpreise der bestehenden Mietverträge profitiert, der sich auch auf die Betriebskosten ausgewirkt hat.
Der Erwerb von Wohneigentum bleibt hingegen begrenzt. Nur einige Regionen reservieren diese Möglichkeit noch Haushalten der unteren Mittelschicht. Und Angehörige der oberen Mittelschicht stoßen in den Bereichen rund um den Genfersee, in der Region Zürich oder auch Basel-Landschaft an die finanziellen Möglichkeiten.
