Wohnungsmangel verändert die Verteilung des Bevölkerungswachstums

Die hohen Mieten und der anhaltende Wohnungsmangel führen zu einer teilweisen Verschiebung des demografischen Wachstums von den großen Zentren in deren Peripherie.
  • Die demografische Entwicklung kehrt zur Normalität zurück: Für 2026 erwarten wir eine Verlangsamung auf 0,7 %. Die Einwanderung bleibt der Hauptmotor.
  • Die hohen Mieten und der anhaltende Wohnungsmangel führen zu einer teilweisen Verschiebung des demografischen Wachstums von den großen Zentren zu deren Peripherie.
  • Langfristig sollte der Standort der Immobilien an Bedeutung gewinnen: Der demografische Rückgang erhöht die Risiken, insbesondere in Randgebieten. Die Unsicherheit über die künftige Bevölkerungsentwicklung unterstreicht daher das strategische Interesse, Immobilienportfolios regional zu diversifizieren.

In den vergangenen Jahren war der demografische Dynamismus der Haupttreiber der Nachfrage nach Wohnraum, der zu dem heute herrschenden Wohnungsmangel in einem großen Teil des Landes beigetragen hat, sowie zu dem deutlichen Anstieg der Mieten. Unter dem Einfluss einer starken Arbeitsnachfrage und der Aufnahme von etwa 70.000 ukrainischen Flüchtlingen hat die Schweizer Bevölkerung in insgesamt fünf Jahren, von 2021 bis 2025, um fast 460.000 Personen zugenommen. Dies entspricht knapp 240.000 zusätzlichen Haushalten. In demselben Zeitraum wurden jedoch nur rund 220.000 Wohnungen gebaut. Das Wohnungsangebot hat daher die durch die demografische Entwicklung bedingte Nachfrage nicht ausreichend gedeckt.
 

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