Aufschwung im Wohnungsbau, aber nicht ausreichend

Nach einem Tiefstand von 39’000 fertiggestellten oder renovierten Wohnungen im Jahr 2025 sollte deren Zahl dieses Jahr auf 44’600 und im folgenden Jahr auf 50’400 steigen, so eine Studie von Wüest Partner, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Der Immobiliensektor in der Schweiz dürfte dieses Jahr und im nächsten Jahr von einer Belebung des Wohnungsbaus profitieren, doch die auf den Markt gebrachten Volumina sollten nicht ausreichen, die starke Nachfrage aufzulösen – zumindest in den großen Agglomerationen.

Nach einem Tiefstand von 39’000 fertiggestellten oder renovierten Wohnungen im Jahr 2025 dürfte deren Zahl dieses Jahr auf 44’600 und im folgenden Jahr auf 50’400 steigen, was zu einer leichten Entlastung eines Mietmarktes führt, der aufgrund des geringen Angebots unter Druck steht, laut einer Studie des Immobilienberatungsunternehmens Wüest Partner, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Es wäre der erste Aufschwung, der seit dem beginnenden Rückgang im Jahr 2018 zu beobachten ist, als 53’800 Wohnungen auf den Markt gebracht worden waren. Diese Beschleunigung dürfte sich jedoch nicht über 2028 hinaus fortsetzen; die Experten rechnen mit einer Stabilisierung des Angebots ab 2028.

„Viele Projekte, die seit 2020 gestartet wurden, haben die Planungs- und Genehmigungsschritte durchlaufen und stehen nun kurz vor der Fertigstellung“, erklärten die Experten des Immobilienbüros. „Erleichterungen der Baugesetzgebung in lärmexponierten Zonen und die Berücksichtigung dieses Problems auf politischer Ebene hätten ebenfalls dazu beigetragen, den Bau neuer Wohnungen zu beschleunigen. Im Jahr 2024 sei die Erteilung von Baugenehmigungen für neue Wohnungen um 25% gestiegen.“

Die regionalen Unterschiede seien jedoch bedeutend, warnen die Experten von Wüest Partner. Die Mehrheit der Wohnungen werde tatsächlich am Stadtrand der Agglomerationen errichtet, während sie in den großen Städten deutlich weniger gebaut werde, wo die Nachfrage hoch bleibe.

Auf Kantonsebene werden vor allem die Kantone Wallis, Freiburg, Thurgau, Graubünden und Tessin die stärkste Bautätigkeit verzeichnen. Dieser Trend erklärt sich durch die außerhalb der großen Zentren verfügbaren Flächen. Im Gegensatz dazu liegen die Kantone Waadt, Genf und Zürich am unteren Ende der Skala in Bezug auf Bautätigkeit.

Während das Bevölkerungswachstum voraussichtlich 2026 und 2027 schwächer ausfallen dürfte, sollte der Anteil der Haushalte dagegen zunehmen. In diesem Jahr rechnen die Autoren der Studie mit 40’000 zusätzlichen Haushalten und im kommenden Jahr mit 45’000, was weniger ist als die Anzahl der auf dem Markt angebotenen Wohnungen. Dies sollte die Leerstandsquote weiter erhöhen, die derzeit landesweit bei einem historisch niedrigen Niveau von 0,9% liegt.

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