Gefiswiss SA, das in der Romandie ansässige Vermögensverwaltungsunternehmen, spezialisiert auf nachhaltige Immobilien, kündigt den Baubeginn des Viertels Eveil in Epalinges (VD) an. Das Projekt sieht die Errichtung von 126 Stockwerkeigentumswohnungen, verteilt auf zwölf Gebäude, zu denen ein Gebäude für Aktivitäten und das Leben des Viertels hinzukommt. Die Realisierung wird durch L’Habitat des Cyprès & Cie SCmPC finanziert, ein schweizerisches kollektives Anlagevehikel, verwaltet von Gefiswiss.
In Epalinges, unmittelbar in der Nähe von Lausanne gelegen, vereint das Viertel Eveil die Qualität der Wohnungen, die energetische Leistungsfähigkeit, den Erhalt des natürlichen und landschaftlichen Erbes sowie neue kollektive Nutzungen. Das Projekt erstreckt sich über ein Grundstück von mehr als 20’000 m².
Mit Eveil wollte Gefiswiss außerdem über das traditionelle PPE-Modell hinausgehen. Das Projekt integriert ein neuartiges Konzept des kollaborativen PPE, bei dem die Erwerber auch Miteigentümer gemeinschaftlicher Räume des Viertels werden und an deren Governance teilnehmen.
Ein neues Wohnviertel vor den Toren von Lausanne
In der Lausanner Agglomeration gelegen, profitiert Epalinges sowohl von der Nähe zum Stadtzentrum als auch von einer besonders grünen Umgebung. Die Planung fügt sich in das bestehende Gelände ein, wobei der Übergang zwischen dem Viertel und dem Wald besondere Berücksichtigung findet.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Qualität der Innenräume, die Materialien und die Oberflächen gelegt. Das Projekt umfasst auch sogenannte evolutive oder Senior-Wohnungen, die darauf ausgelegt sind, sich den Bedürfnissen der Bewohner im Alter anzupassen und ihren Verbleib zu Hause zu fördern.
Die Nachhaltigkeit in die Quartiersplanung integriert
Die Umweltleistung von Eveil wurde auf Quartier-Ebene konzipiert, von der Produktion vollständig erneuerbarer Energie über das Regenwassermanagement, Mobilität, Landschaftsgestaltung, Schutz der kleinen Fauna sowie die Belebung des Waldsaums, der das Projekt säumt.
Die Gebäude werden nach dem Minergie-Standard errichtet. Die gewählte Energieversorgung basiert auf einem System, das Energie aus mehreren Quellen zurückgewinnen, speichern und übertragen kann, um Wärme und Kühlung für den Bedarf des Viertels zu erzeugen und so den Wohnkomfort in den Sommermonaten zu gewährleisten. Photovoltaikanlagen ergänzen die Anlage und ermöglichen es, lokal einen Teil des vom Viertel verbrauchten Stroms zu erzeugen.
Die natürlichen Qualitäten des Standorts bewahren und stärken
Die Nachhaltigkeit des Projekts zeigt sich auch in den Außenanlagen, die mit Unterstützung eines Ingenieurbüros für Ökologie entworfen wurden. Die Waldkante bleibt erhalten, und die Anlagen werden durch blühende Wiesen, Hecken, Obstbäume und Feuchtgebiete ergänzt. Die Anlagen fördern auch die kleine Fauna und das Bewusstsein der Bewohner. Regenwasser wird vor Ort infiltriert oder in begrünten offenen Retentionsbecken geführt. Der Stadtteil sieht außerdem 204 Fahrradstellplätze und eine Hauptachse für sanfte Mobilität vor.
Das kollaborative PPE
Über seine architektonischen und ökologischen Merkmale hinaus zeichnet sich das Viertel Eveil durch ein neuartiges Modell des kollaborativen PPE aus. Beim Erwerb ihrer Wohnung werden die Eigentümer ebenfalls zu gleichberechtigten Miteigentümern der gemeinschaftlichen Räume des Viertels. Dieses Modell gewährleistet auf lange Sicht die Verwaltung und Nutzung der gemeinschaftlichen Räume.
Zu diesen Räumen gehören insbesondere ein Gemeinschaftsraum, ein Bereich für Telearbeit, eine Werkstatt und eine Joker-Wohnung, die es den Bewohnern ermöglichen soll, Familie oder Freunde zeitweise aufzunehmen. Die Werkstatt wird es ermöglichen, einige Geräte zu bündeln, die gelegentlich genutzt werden, statt sie in jedem Haushalt zu vervielfältigen.
Darüber hinaus wurden umfassende Arbeiten zur Governance des kollaborativen PPE durchgeführt, um Eigentum, Finanzierung, Nutzung und Belebung dieser Räume zu organisieren. Eine Bewohnervereinigung und ein Quartierkoordinator werden ihre Verwaltung sowie kollektive Initiativen begleiten. Entwickelt in Zusammenarbeit mit Enoki, einem Spezialisten für soziale Nachhaltigkeit und die Aktivierung von Quartieren, ermöglicht dieses System den Bewohnern, die Nutzungen und Dienste entsprechend ihren Bedürfnissen weiterzuentwickeln.
Ein Projekt, das eine nachhaltige Vision des Wohnimmobiliensektors verwirklicht
Für Gefiswiss, das die Projektleitung für L’Habitat des Cyprès & Cie SCmPC übernimmt, veranschaulicht das Viertel Eveil einen Ansatz der Immobilieninvestition, bei dem die Leistungsfähigkeit des Gebäudes, die Nutzungsqualität, die Umweltwirkung und die langfristige Wertschöpfung gemeinsam gedacht werden.
Valentin Pisa, stellvertretender Direktor von Gefiswiss, erklärt: „Mit Eveil geht unsere Ambition über den Bau von 126 zusätzlichen Wohnungen hinaus. Wir wollten an der Qualität der Wohnungen, der energetischen Leistungsfähigkeit, der Biodiversität arbeiten und vor allem daran, wie das Viertel nach der Fertigstellung leben wird. Das kollaborative PPE ist der Höhepunkt dieses Vorgehens: Die Eigentümer verfügen über Räume, die sie gemeinsam besitzen, aber auch über eine Governance und Mittel, um sie dauerhaft zum Leben zu erwecken. Wir sind überzeugt, dass die Qualität eines Immobilienprojekts sich auch daran misst, Gebrauchswert zu schaffen und langfristig Bindungen aufzubauen.“
