OFL hält den Referenzzinssatz für Mieten bei 1,25%

Die Experten der UBS sehen keine Rückkehr zu 1,5 % vor Ende 2027 und die der Zürcher Kantonalbank vor Ende 2028.

Der auf Quartalsbasis berechnete Referenzzinssatz für Hypotheken des Bundesamts für Wohnungswesen (OFL) blieb unverändert bei 1,25 %, wodurch die Hoffnungen auf Mieterhöhungen oder -senkungen während eines bestehenden Mietverhältnisses ausgeräumt wurden.

Ab dem 2. September bleibt dieser Indikator bei 1,25 % und wird dieses Niveau beibehalten, bis der durchschnittliche Zinssatz unter 1,13 % fällt oder 1,37 % überschreitet, wie eine am Dienstag von der OFL veröffentlichte Mitteilung berichtet.

Unverändert seit September 2025 wurde dieser Indikator zu jenem Zeitpunkt von 1,50 % auf 1,25 % gesenkt, wodurch einer großen Zahl von Mietern damals ermöglicht wurde, Ansprüche auf eine Mietminderung geltend zu machen.

„Wenn die Miete weiterhin auf der Grundlage eines Referenzzinssatzes von 1,5 % oder höher berechnet wird, besteht in der Regel weiterhin ein Anspruch auf eine Reduktion“, versichert das OFL und präzisiert, dass „Ausnahmen von dieser Regel bei indexierten oder progressiven Mietverträgen sowie bei Mietverhältnissen bestehen, die sich nach dem Umsatz der Geschäftsräume richten.“

Außer dem Referenzzinssatz können Änderungen des Verbraucherpreisindexes die Miete beeinflussen. „Die Teuerung kann bis zu 40 % berücksichtigt werden“, warnt das OFL. Unterhalts- und Betriebskosten können ebenfalls zu Mietanpassungen führen.

„Die Mehrheit der Mieter hat nach dem letzten Senkungsakt noch immer keine Mietminderung erhalten. Viele von ihnen haben weiterhin Anspruch darauf“, schätzt der Schweizer Mieterverein (Asloca), der am Dienstag in einer Mitteilung dazu aufruft, dieses Recht zu prüfen und aktiv eine Reduktion zu verlangen. Außerdem fordert er die Vermieter auf, die Senkungen aus eigener Initiative weiterzugeben.

Ein Wert unter 1,125 % wurde laut den vor der Veröffentlichung von der Nachrichtenagentur AWP befragten Ökonomen noch nie beobachtet, selbst in der stärksten Phase der negativen Zinsen, die von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) eingeführt wurden. Die UBS-Experten sehen keine Rückkehr zu 1,5 % vor Ende 2027 und die der Zürcher Kantonalbank (ZKB) vor Ende 2028.

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