- Seit dem 1. September 2025 liegt der Referenzzinssatz wieder bei seinem historischen Tiefstand von 1,25 %.
- In den kommenden Quartalen dürfte der Referenzzinssatz stabil bleiben. Wir rechnen damit, bis Ende 2027 auf 1,5 % zu steigen.
- Für 2026 und 2027 erwarten wir eine moderate Erhöhung der Mieten bestehender Verträge von jeweils 1,5 % pro Jahr.
Aktuelle Situation
Seit dem 1. September 2025 liegt der Referenzzinssatz bei 1,25 %. Die beiden Senkungen des Referenzzinssatzes im Jahr 2025 ergeben sich aus mehreren Reduktionen des Leitzinses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB), die ihren Leitzins in den letzten zwei Jahren schrittweise auf 0 % gesenkt hat. Je nach den lokalen Kündigungsfristen können Mieter, die Anspruch auf eine Mietsenkung haben, ihre Nettomiete spätestens ab Mai 2026 reduzieren, sofern sie rechtzeitig einen entsprechenden Antrag beim Vermieter gestellt haben.
Die beiden Senkungen des Referenzzinssatzes im Jahr 2025 sowie die Verlangsamung des vorgeschlagenen Mietanstiegs haben die Dynamik der Mieten deutlich gebremst. Den Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) zufolge lag der Mietindex im Mai 2026 um 1,1 % höher als im Vorjahr. Das ist der geringste Anstieg der letzten fünf Jahre. Unterdessen dürfte die Zahl der neuen Anträge auf Mietminderungen jedoch sinken. Zugleich liegen die vorgeschlagenen Mieten für neu vermietete Wohnungen etwa 15 % über dem Niveau von vor fünf Jahren. Haushalte, die ihren Wohnsitz wechseln, müssen daher weiterhin mit höheren Wohnkosten rechnen.
Neben den Mieten der bestehenden Mietverträge werden auch neue Mietverträge in die Berechnung des Mietindex einbezogen, obwohl ihr Gewicht geringer ist. Für 2026 und 2027 rechnen wir mit einer jährlichen Erhöhung des Mietindex von 1,5 %.
