Das Verpassen der besten Bitcoin-Tage kann die Renditen schmälern

Blockchain-Kolumne. Es ist schwierig, den Bitcoin-Markt vorherzusagen. Seine stärksten Anstiege treten oft plötzlich auf.

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Viele Anleger meiden Bitcoin, weil sie ihn als zu volatil betrachten. Sein Kurs kann sehr schnell steigen und anschließend stark fallen, und die Medien legen oft den Schwerpunkt auf die Risiken. Dennoch kann das Verpassen der wenigen Schlüsseltage, an denen Bitcoin den Großteil seiner langfristigen Gewinne erzielt, eine noch wesentlich größere Bedrohung darstellen als seine Volatilität.

Die Untersuchungen von WisdomTree zeigen, dass Anleger, die über längere Zeit in Bitcoin investiert geblieben sind, deutlich bessere Ergebnisse erzielten als diejenigen, die versucht haben, zum richtigen Zeitpunkt hinein- und herauszukommen. Tatsächlich hätte das Verpassen der lediglich 30 besten Handelstage von Bitcoin die kumulierten Renditen erheblich reduziert: von über 9000% auf unter 30%1.

Dies hebt einen wesentlichen Punkt hervor: Es ist äußerst schwierig, den Bitcoin-Markt vorherzusagen. Seine größten Anstiege treten oft plötzlich auf, manchmal nach Perioden der Angst oder massiven Verkäufen. Investoren, die in Abwärtsphasen verkaufen, können sich im Moment sicherer fühlen, riskieren aber auch, die Erholung zu verpassen, wenn die Preise stark wieder ansteigen.

Bitcoin bleibt ein Hochrisiko-Asset. Die starken Preisschwankungen sind häufig, und der regulatorische Rahmen entwickelt sich in vielen Märkten weiter.

Deshalb sollten Anleger eine andere Herangehensweise an Bitcoin wählen. Anstatt ihn als spekulative kurzfristige Operation zu betrachten, ist es besser, ihn als langfristige strategische Allokation innerhalb eines Portfolios zu sehen, die gemäß einem vordefinierten Zeitplan rebalanciert werden sollte.

Das Rebalancing besteht darin, die Größe der Bitcoin-Allokation anzupassen. Wenn Bitcoin stark steigt und einen zu großen Anteil am Portfolio einnimmt, verringern Anleger ihre Exposition. Umgekehrt erhöhen sie leicht ihre Position, wenn Bitcoin stark fällt. Diese Methode schafft eine Anlege-Disziplin und hilft, emotionale Entscheidungen bei Marktschwankungen zu vermeiden.

Es ist wichtig zu betonen, dass Anleger keine umfangreiche Allokation in Bitcoin benötigen, um potenziell davon zu profitieren. Die Untersuchungen von WisdomTree zeigen, dass auch eine geringe Bitcoin-Exposition die Ergebnisse von Portfolios verbessert hat. Beispielsweise hat eine neutrale Allokation von 1 % im Hinblick auf die Börsenkapitalisierung in einem Multi-Asset-Portfolio das Sharpe-Verhältnis um 6 Basispunkte verbessert und ein Informationsverhältnis von 0,89 erzielt2.

Die Bitcoin-Ökosystem hat ebenfalls an Reife gewonnen. Institutionelle Investoren sind in den Markt eingestiegen, und physisch hinter Bitcoin abgesicherte börsengehandelte Produkte (ETP) haben den Zugang zu dieser Anlageklasse weltweit erweitert. Heute können Anleger sich über ETPs in Bitcoin investieren, indem sie traditionelle Brokerage- und Anlageplattformen nutzen, was viele der operativen und Verwahrungshürden beseitigt, die seine Einführung zuvor eingeschränkt hatten.

Natürlich bleibt Bitcoin ein Hochrisiko-Asset. Die starken Preisschwankungen sind häufig, und der regulatorische Rahmen entwickelt sich in vielen Märkten weiter. Anleger sollten daher eine übermäßige Exposition vermeiden und diesen Vermögenswert diszipliniert angehen. Dennoch zeigen die Geschichte, dass eine moderat gehaltene Exposition, konstant beibehalten und mit regelmäßigem Rebalancing ein deutlich effizienteres Vorgehen ist, als zu versuchen, jeden Anstieg und Abstieg des Kryptowährungsmarkts vorherzusehen.

 

1 Quelle: WisdomTree, Artemis Terminal. Vom 1. Januar 2014 bis zum 23. März 2026.

2 Quelle: Bloomberg Finance L.P., WisdomTree. Vom 31. Dezember 2013 bis zum 30. April 2026. In US-Dollar (USD) und basierend auf den täglichen Renditen.

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