Die Dynamik des Wohneigentumsmarkts nimmt ab

Der Kostenvorteil der Wohnkosten durch den Erwerb von Eigentum gegenüber der fortlaufenden Miete führt weiterhin zu einem deutlich über dem Gleichgewicht liegenden Nachfrageüberhang.

Trotz eines anhaltenden Mangels, niedriger Zinssätze und eines beachtlichen Vorteils bei den Wohnkosten erlebt der Markt für Eigenheime aufgrund hoher Einstiegshürden eine fortschreitende Verlangsamung. Die Transaktionsaktivität und die Preisentwicklung sollten ihr vorübergehendes Hoch überschritten haben. Neben den Eigentümern haben auch Buy-to-Let-Investoren in den letzten Jahren dank der Preissteigerungen hohe Renditen erzielt. Allerdings stehen diese Renditen nun unter Druck und hängen zunehmend von der zukünftigen Preisentwicklung ab.

Michel Fleury, Ökonom bei Raiffeisen Economic Research: „Künftige Eigentümer können von bezahlbarem Wohnen profitieren. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen übersteigt eindeutig das viel zu begrenzte Angebot. Anzeichen dafür, dass das hohe Preisniveau und regulatorische Finanzierungshemmnisse die Nachfrage moderieren, mehren sich. Sowohl die Transaktionsaktivität als auch die Preisentwicklung, die auf einem sehr hohen Niveau lagen, verlieren letztlich an Dynamik. Diese Entwicklung ist auch für Buy-to-Let-Investitionen bedeutsam. Die Rentabilität dieser Form der Anlage war in den letzten Jahren zwar extrem hoch, hängt nun aber zunehmend von der zukünftigen Preisentwicklung ab.“

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