Die Hypothekarzinsen in der Schweiz sind in den letzten Monaten leicht gesunken; der indikative Zinssatz auf zehn Jahre, veröffentlicht von rund dreißig Instituten, lag Anfang Juni bei 1,86 Prozent, gegenüber 1,93 Prozent vor sechs Monaten. Dennoch sollten sich Schuldner, die ihre Darlehen erneuern müssen, keineswegs eine spürbare Verbesserung der Bedingungen in den kommenden Monaten erwarten, warnt am Donnerstag das Portal comparis.ch.
Die Rendite der zehnjährigen Bundesobligation liegt nun bei 0,48 Prozent, gegenüber 0,33 Prozent zu Jahresbeginn.
„Die Hypothekarzinsen der Schweiz befinden sich derzeit in einer heiklen Lage, an der Kreuzung aus einer weiterhin lockeren Geldpolitik der SNB und dem Anstieg der Zinssätze am langfristigen Kapitalmarkt“, erklärt Dirk Renkert, Geldexperte der Plattform.
Ob die Schweiz eine geringe Inflation, wirtschaftliche Stabilität und von der SNB angewandte Nullzinspolitik vorweist, stellen steigende Fremdschulden im Ausland, geopolitische Risiken und die steigenden Renditen an den internationalen Kapitalmärkten ebenso Hindernisse für eine signifikante Abnahme der langfristigen Hypothekarzinsen dar.
