Steigende Risiken auf dem Eigenheimmarkt

Die Verschuldung der privaten Haushalte ist insbesondere deutlich stärker gestiegen als deren Einkommen. Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index ist daher im ersten Quartal 2026 weiter gestiegen.
  • Nullzinspolitik der Leitzinsen und eine schwache Konjunktur führen zu einem Anstieg der Risiken auf dem Markt für Wohneigentum. Insbesondere ist die Verschuldung der Haushalte deutlich stärker gestiegen als deren Einkommen. Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index ist daher im ersten Quartal 2026 weiter gestiegen.
  • Gegenüber dem Vorquartal blieben die Preissteigerungen auf einem hohen Niveau unverändert. Die Einkommen der Haushalte sind trotz einer höheren Inflation leicht zurückgegangen.
  • Die Bautätigkeit im Wohnungsbau, gemessen an den Baugenehmigungen, die sich weiterhin auf einem niedrigen Niveau befinden, zeigt lediglich einen minimalen Aufwärtstrend.

Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index ist im ersten Quartal 2026 von 0,46 auf 0,69 Indexpunkte gestiegen. Es handelt sich um die zweite aufeinanderfolgende Quartalssteigerung – im historischen Vergleich stark. Das Risiko einer Immobilienblase bleibt jedoch als moderat eingestuft.

Marktentwicklung

Die Preise für Wohneigentum lagen im ersten Quartal 2026 um 3,5% höher als im Vorjahr. Die Dynamik des Marktes für Wohneigentum blieb daher hoch. Das Volumen der laufenden Hypotheken hat sich ebenfalls beschleunigt und verzeichnete ein Anstieg von 3,3% gegenüber dem Vorjahr.

Im Gegensatz dazu hat sich die Mietdynamik verlangsamt. Die Angebotsmieten liegen derzeit 2,2% über dem Niveau des Vorjahres, während die Mieten bestehender Verträge nur um 1,2% im Jahresvergleich gestiegen sind.

Aussichten

Wir rechnen in den kommenden Quartalen mit einer allmählichen Abschwächung der Nachfrage auf dem Markt für Wohneigentum. Im Jahr 2026 sollten die Preise nominell um etwa 3% steigen und damit sowohl die Entwicklung der Einkommen als auch der Mieten übertreffen.

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