Die Immobilienpreise in der Schweiz haben im Mai erneut divergente Entwicklungen gezeigt, wie im Vormonat. Während die Preise für Einfamilienhäuser, die in den Anzeigen der Plattform Immoscout und des Beratungshauses CIFI erfasst wurden, leicht um 0,2% gefallen sind, stiegen die Preise für Eigentumswohnungen um 0,4%.
Im Durchschnitt forderten die Verkäufer von Einfamilienhäusern zum Ende Mai 8.001,7 Franken pro Quadratmeter bewohnbarer Fläche, der Betrag für Eigentumswohnungen erreichte dagegen deutlich höhere 9.461 Franken, heißt es in einer am Donnerstag verbreiteten Mitteilung. Laut den Autoren dieses monatlichen Lageberichts setzten sich die Preise für beide Objekttypen dennoch in jährlicher Veränderung fort, der Anstieg betrug 3% für Einfamilienhäuser und 4% für die Wohnungen von Stockwerkeigentum (PPE).
Was die Einfamilienhäuser betrifft, erklärt sich der leichte Preisrückgang wahrscheinlich durch ein erhöhtes Angebot. In einigen Regionen, wie der Großregion Zürich, wo die Preise hoch sind, gibt es derzeit deutlich mehr Einfamilienhäuser zum Verkauf als vor einigen Monaten. Der Markt bleibt dennoch „angespannt“, so Martin Waeber, Immobilienverantwortlicher bei der SMG Swiss Marketplace Group, dem Eigentümer von Immoscout, laut der Mitteilung.
„Bezogen auf die Bevölkerung bleibt das Angebot an zum Verkauf stehenden Immobilien in Zürich gering. Die meisten zum Verkauf stehenden Objekte befinden sich in der Genferseeregion, im Tessin und im Mittelland“, fährt Waeber fort. In jener letzten Region kostet eine durchschnittliche Immobilie mit 140 Quadratmetern bewohnbarer Fläche weiterhin im Durchschnitt weniger als eine Million Franken, skizziert er.
Diese vorläufigen Marktdaten zeigen nach wie vor deutliche regionale Unterschiede. Die Genferseeregion verzeichnete im betrachteten Monat den stärksten Preisrückgang bei Einfamilienhäusern, und zwar um 2,3% gegenüber dem Vormonat. Rückgänge in geringerer Höhe wurden auch in der Region um Zürich (-0,9%) und in der Ostschweiz (-0,6%) beobachtet, während die Zuwächse das Mittelland (+1,2%), die Zentralschweiz (+1,1%), die Nordwestschweiz (+0,7%) und der Tessin (+0,5%) betreffen.
Für Eigentumswohnungen geht der Trend in den meisten Regionen nach oben. Die stärkste Preissteigerung verzeichnet die Zentralschweiz, wo Verkäuferinnen und Verkäufer 2,9% mehr für eine PPE-Wohnung verlangen als im April. Im Tessin stiegen die Preise um 1,6% und in der Zürcher Region um 1%, während sie in der Ostschweiz um 0,7% und im Mittelland um 0,4% zulegten. In der Genferseeregion sanken sie hingegen um 1,3%, ebenso wie in der Nordwestschweiz (-0,9%).
