Implenia hat seine Rentabilität nach den ersten sechs Monaten 2026 gesteigert, trotz rückläufiger Umsätze und bekräftigte seine Jahresziele sowie mittelfristigen Ziele.
Von Januar bis Ende Juni belief sich der Umsatz auf 1,77 Milliarden Franken, ein Rückgang von 4,8 % gegenüber dem Vorjahr, wie die am Mittwoch in Dietlikon ansässige Gruppe mitteilte. Die Auftragseingänge stiegen dagegen um 9,6 % auf 8,5 Milliarden.
Die Division Gebäudebau verzeichnete Einnahmen von etwa 859 Millionen Franken, was einem Rückgang von rund 1 % entspricht, doch der Auftragsbestand stieg deutlich auf 3,0 Milliarden Franken nach 2,6 Milliarden Franken im Juni 2025. Die dem Bau von Infrastrukturen gewidmete Sparte verzeichnete geringere Umsätze aufgrund von Startphasen, die weniger Umsatz erzeugen, bei den laufenden großen Infrastrukturprojekten. Der Auftragsbestand kletterte auf 5,4 Milliarden Franken. Die Erlöse aus Service Solutions blieben stabil, während die Vermögenswerte unter Verwaltung von Wincasa leicht auf 85,7 Milliarden Franken anwuchsen.
Der führende Schweizer Baukonzern hat seinen EBIT um 6 % auf 60,4 Millionen Franken gesteigert. Die entsprechende Marge stieg leicht auf 3,4 % von 3,1 %.
Der frei verfügbare Cashflow, der sich in negativem Terrain befand, hat sich auf −118 Millionen Franken verbessert nach −168 Millionen. Diese Entwicklung spiegelt „eine große Disziplin“ sowie „Fortschritte im Working-Capital-Management“ wider.
Das operative Ergebnis und die Marge lagen über den Erwartungen der von der Agentur AWP befragten Analysten. Der Umsatz lag knapp unter dem Konsensus.
Investitionen
Bezüglich des weiteren Verlaufes des Geschäftsjahres bestätigt Implenia das Ziel eines EBIT von rund 150 Millionen Franken für das Gesamtjahr 2026, vor den „außergewöhnlichen“ Investitionen von 10 bis 20 Millionen. Diese Investitionen „werden für die meisten erst im zweiten Halbjahr ihre Wirkung entfalten“, vor allem für den Aufbau von Teams in den Bereichen Rechenzentren, Immobilien im Gesundheits- und Life-Sciences-Sektor in Deutschland und der französischsprachigen Schweiz sowie in Verteidigungsinfrastrukturen.
Ab 2027 strebt Implenia eine weitere Steigerung des EBIT an, die 150 Millionen Franken übersteigen soll. Kurz- und mittelfristig bleibt Implenia ein Umsatzwachstum anvisiert, das bis zu einer Milliarde Franken erreichen könnte, sowie eine EBIT-Marge von 4,5 %.
Zum Vergleich beliefen sich die Umsätze von Implenia im letzten Jahr auf 3,47 Milliarden Franken, und die EBIT-Marge lag bei 4,5 %.
