Die Immobiliengesellschaft Zug Estate erzielte in den ersten sechs Monaten des Jahres nahezu stabile Mieteinnahmen gegenüber dem Vorjahr, ungeachtet der vollständigen Auswirkungen der beiden Senkungen des Referenzzinssatzes, die 2025 auf Wohnmietverträge beschlossen wurden.
Der Umsatzausfall wurde durch Anpassungen bei den Geschäftsräumen sowie durch eine Entschädigung für die vorzeitige Auflösung eines Vertrags ausgeglichen. Die betroffenen Flächen seien zudem bereits neu vermietet worden, so das Unternehmen aus der Zentralschweiz in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Der Ertrag aus dem Immobilienbestand hat sich geringfügig um 0,1% auf 35,8 Millionen Franken verringert. Der Bereich Hotellerie und Gastronomie hat seinen Beitrag von 2,5% auf 8,0 Millionen erweitert, verbunden mit einer Rohertragsmarge, die um mehr als einen Prozentpunkt auf 45,3% gestiegen ist.
Das operative Ergebnis profitierte zudem von einer Versicherungsgutschrift in Höhe von rund 400.000 Franken und stieg damit um 0,9% auf 45,7 Millionen.
Die Leerstandsquote blieb mit 1,5% niedrig, trotz eines Anstiegs um einen Prozentpunkt gegenüber Ende Dezember.
Der Nettogewinn wurde hingegen um fast ein Drittel auf 42,9 Millionen reduziert, bedingt durch die Halbierung des Ertrags aus Neubewertungen, auf 24,6 Millionen. Ohne diesen Effekt stiegen die Gewinne um 6,6% auf 21,2 Millionen.
Die Bewertung des Immobilienbestands ist von Januar bis Dezember um 2,4% auf 2,0 Milliarden gestiegen. Gleichzeitig wuchs die Verschuldung um 3,2% auf 681,4 Millionen.
Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet Zug Estates mit einem Nettogewinn ohne Revaluierungen und außerordentliche Effekte, der leicht über dem des Vorjahres liegen soll.
Das Unternehmen rechnet mit einem leichten Rückgang der Immobilienerträge, der durch eine Senkung der Kosten kompensiert wird. Der Bereich Hotellerie und Gastronomie dürfte bei konstanten Einnahmen eine leichte Verringerung der Rentabilität verzeichnen.
