Plazza verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Anstieg von Umsatz und Gewinn, während die Rentabilität leicht zurückging. Für das Gesamtjahr rechnet das Zürcher Immobilienunternehmen mit einem operativen Ergebnis, das dem des Vorjahres ähnlich ist, welches 31,1 Millionen Franken erreicht hatte. Von Januar bis Ende Juni dieses Jahres ist der Nettogewinn von Plazza innerhalb eines Jahres um 66,8% auf 42,2 Millionen Franken gestiegen. Dieser Anstieg erklärt sich vor allem durch einen Neubewertungsgewinn der Immobilien, der sich mehr als verdoppelt hat, auf 40,5 Millionen gegenüber 19,5 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres, bedingt durch höhere Erwartungen an Mieteinnahmen und einer Senkung der Diskontierungssätze.
Ohne die Neubewertungseffekte belief sich das Nettoergebnis auf 11,8 Millionen Franken, während es ein Jahr zuvor 12,2 Millionen Franken betrug.
Die Gesamterlöse stiegen um 2% auf 20,3 Millionen Franken, davon entfielen 20,2 Millionen Franken auf die reinen Mieteinnahmen, wie der am Montag veröffentlichte Halbjahresbericht von Plazza zeigt. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Einnahmen des Gebäudes Affoltern am Albis im Kanton Zürich zurückzuführen, das im Juni des vorangegangenen Geschäftsjahres erworben wurde.
Für den Rest des Portfolios stieg der Umsatz, insbesondere in Crissier, und kompensierte vollständig den vorübergehenden Rückgang der Mieteinnahmen der Immobilie Tiergarten in Zürich, der mit Renovierungsarbeiten zusammenhängt. In dieser Waadtländer Gemeinde wurde im August ein Mietvertrag über rund 2000 m² abgeschlossen, wie es heißt.
Das EBIT vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Neubewertungen hat leicht abgenommen, von 2,5% auf 15,4 Millionen Franken.
Bis Ende Juni belief sich der Wert des Immobilienportfolios auf 1,4 Milliarden Franken, gegenüber 1,3 Milliarden Ende Dezember. Die Leerstandsquote stieg auf 7,4% gegenüber 6,0% vor zwölf Monaten. Plazza führt diese Entwicklung vor allem auf das umfangreiche zyklische Renovierungsprogramm Tiergarten zurück. Für das laufende Jahr sollte das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Neubewertungen weitgehend dem des Vorjahres entsprechen, als dieses 31,3 Millionen Franken erreichte, so das Unternehmen.
In Abhängigkeit von der Entwicklung der Kapitalmärkte und Transaktionen sowie dem Fortschritt der Projekte rechnet Plazza im zweiten Halbjahr 2026 mit einem zusätzlichen Gewinn aus Neubewertungen, was es ermöglichen wird, einen Gesamtgewinn zu erzielen, der höher ist als der von 2025, der 60,7 Millionen Franken erreicht hat.
Für die nächsten drei bis fünf Jahre rechnet das Management mit einem signifikanten Anstieg seines Nettomieterlöses auf mehr als 55 Millionen Franken, dank eines vielversprechenden Projektportfolios.
