Mobimo im ersten Halbjahr durch Aufwertungen getragen

Die Mieteinnahmen stiegen im Jahresvergleich um 2,2% auf 74,2 Millionen Franken. Diese Zunahme erklärt sich insbesondere durch die Mieten der 65 Wohnungen des Scholer-Komplexes in Lausen (BS).

Die Mobimo Immobiliengesellschaft erlebte ein eher durchwachsenes erstes Halbjahr, das den deutlichen Rückgang der Gewinne aus Verkäufen und der Immobilienentwicklung durch Wertanpassungen kompensierte. In diesem Kontext bestätigt die Geschäftsführung die Jahresziele.

Die Mieteinnahmen stiegen im Jahresvergleich um 2,2% auf 74,2 Millionen Franken, wie das Luzerner Unternehmen am Freitag mitteilte. Diese Zunahme erklärt sich insbesondere durch die Mieten der 65 Wohnungen des Scholer-Komplexes in Lausen (BS), deren Bewohner im Oktober letzten Jahres einziehen konnten, sowie durch die fünf Gebäude des Emwe-Immobilienparks, der vor einem Jahr erworben wurde.

Das Ergebnis aus Verkäufen und Immobilienentwicklungen sank hingegen um 21% auf 19,5 Millionen Franken. Mobimo erwartet jedoch einen Nachholeffekt im zweiten Halbjahr, so dass dieser Indikator für das Gesamtjahr, wie vorgesehen, in der Spanne des langfristigen Durchschnitts liegen sollte.

Die Immobilienentwicklung bleibt ein „strategischer Pfeiler“ der Gruppe, die in diesem Bereich über ein Portfolio von mehr als 700 Millionen Franken verfügt.

Die Wertanpassungen sind tatsächlich stark angestiegen und erreichten 35,8 Millionen Franken, was Mobimo eine Steigerung der Rentabilität ermöglichte. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) wuchs damit um 15,1% auf 166,4 Millionen Franken, während der Nettogewinn um 15,5% auf 126,8 Millionen Franken kletterte. Ohne Wertanpassungen sanken diese Ergebnisse um 5,2% auf 69,2 Millionen für das erste Halbjahr bzw. um 6,9% auf 47,9 Millionen für das zweite Halbjahr.

Ende Juni belief sich der Wert des Immobilienportfolios auf 4,31 Milliarden Franken, davon 3,45 Milliarden für Anlageimmobilien und 851 Millionen für Entwicklungsimmobilien. Die Leerstandsquote hat sich um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3% verschlechtert.

Die Ergebnisse haben die Erwartungen der Analysten bei den Mieteinnahmen und den Neubewertungen übertroffen, während das EBIT ohne Wertanpassungen annähernd im Zielbereich lag.

Die Geschäftsleitung bestätigt die Roadmap für das laufende Geschäftsjahr. Diese sieht ein organisches Wachstum der Mieteinnahmen von rund 3% vor, ein Ergebnis von mindestens 25 Millionen Franken in Entwicklung und Immobilienverkäufen sowie eine Leerstandsquote von rund 4% vor.

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