Beruhigung im Persischen Golf – Erleichterung an den Märkten

Kürzlich zeigten die Märkte eine gewisse Erleichterung. Auslöser war die Meldung, dass sich die USA und der Iran auf eine Absichtserklärung geeinigt hatten. Stand der Dinge.

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Das Herz des Projekts wäre ein Sechzig-Tage-Fenster für neue Verhandlungen – flankiert von einer Waffenruhe und der Perspektive, die Straße von Hormus wieder zu eröffnen. Obwohl ähnliche Berichte in der Vergangenheit letztlich nicht umgesetzt wurden, reagierten die Märkte stark auf die Ankündigung.

Allerdings ist bislang kein Text eines Abkommens veröffentlicht worden, und es ist schwer zu sagen, inwieweit zwischen den kriegführenden Parteien Einigkeit über die zentralen Streitpunkte besteht.

Dies wirft mehrere Fragen auf: Wie dauerhaft ist die Deeskalation? Welche Sanktionen könnten tatsächlich gelockert werden? Welche eingefrorenen Vermögenswerte würde der Iran im Gegenzug erhalten, und wann? Und wie robust ist ein Abkommen, wenn die schwierigsten Fragen, vom iranischen Nuklearprogramm bis zur regionalen Sicherheitsordnung, nur in den kommenden sechzig Tagen verhandelt werden müssen?

Diese Ungewissheiten erklären teilweise, warum Gold zusammen mit Aktien höher gehandelt wurde: Die Märkte berücksichtigen bessere Aussichten, aber noch keinen dauerhaften Frieden.

Auch wenn die Straße von Hormus dieses Mal weiterhin für den Schiffsverkehr geöffnet bleibt, hat die Krise erneut gezeigt, wie fragil die Lieferketten heute sind.

Was bedeutet das für Investoren?

Auf kurze Sicht sprechen mehrere Gründe für eine Fortsetzung der Rallye: der fallende Ölpreis mildert die Inflationserwartungen, reduziert den Druck auf die Zentralbanken und stützt risikoreiche Vermögenswerte. Dies könnte auch die Aktienrallye bis zum Jahresende ausweiten; neben Technologiewerten könnten auch stärker zyklische Marktsegmente zunehmend von robustem Wachstum, fiskalischen Stützungsmaßnahmen und Aussichten einer weniger restriktiven Geldpolitik profitieren.

Für Anleihen ist die Lage jedoch gemischter: die geringeren Inflationssorgen helfen, aber die Bedenken hinsichtlich der Tragfähigkeit der Staatsverschuldung dürften die Märkte weiterhin beschäftigen.

Fragilität der Lieferketten

Die Energieversorgung sollte ein strategisch interessantes Thema bleiben. Auch wenn die Straße von Hormus dieses Mal weiterhin für den Schiffsverkehr geöffnet bleibt, hat die Krise erneut gezeigt, wie fragil die Lieferketten heute sind. Dementsprechend sollte der Fokus auf der Erweiterung der Energiesicherheit und der Versorgung in vielen Gebieten bleiben, mit Investitionen in Infrastruktur, Netze, Speicherung und widerstandsfähige Lieferketten.

Für Anleger gilt, dass, falls dies risikoreichere Vermögenswerte kurzfristig unterstützt, Qualität, Diversifikation und reale Ertragsquellen mittelfristig entscheidend bleiben. Investitionen in alternative Vermögenswerte, wie die Erweiterung strategisch wichtiger Infrastrukturen, könnten attraktive Chancen für Investoren bieten, die in ihren Portfolios Platz für illiquide Investitionen haben. Ob es sich um eine kurze Pause oder um eine längere Waffenruhe im Nahen Osten handelt, solche Vermögenswerte sollten weiterhin von der Expansion strategisch wichtiger Infrastrukturen profitieren.

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