Mietanzeigen für Wohnungen gehen zurück

Gleichzeitig ist die durchschnittliche Veröffentlichungsdauer von Inseraten gestiegen und beträgt nun 24 Tage.

Die Angebote zur Anmietung von Apartments auf den führenden Schweizer Immobilienportalen haben sich zwischen April 2025 und März 2026 leicht reduziert. Zugleich ist die durchschnittliche Veröffentlichungsdauer der Inserate gestiegen und beträgt nun 24 Tage.

Zwischen April 2025 und März 2026 ist die Anzahl der Inserate für Mietwohnungen auf den führenden Schweizer Immobilienportalen um 4% gesunken und belief sich auf 393.897, was etwa 17.000 weniger Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Das geht aus dem OWI-Index für Online-Wohnungen hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, herausgegeben vom Schweizer Verband der Immobilienprofis (SVIT), dem HEV Schweiz, der Plattform newhome und dem Swiss Real Estate Institute.

Die durchschnittliche Veröffentlichungsdauer der Inserate hat sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Tag erhöht und liegt nun bei 24 Tagen, aber einige Großstädte bilden eine Ausnahme. In Zürich beispielsweise sinkt die durchschnittliche Veröffentlichungsdauer auf ein Rekordniveau von 12 Tagen. Dies ist die niedrigste jemals beobachtete Zahl des OWI für eine Schweizer Großstadt.

Im Gegenstück dazu veröffentlichen Eigentümer in Neuenburg Inserate durchschnittlich 41 Tage lang, eine Dauer, die seit Beginn der Untersuchung im Jahr 2015 nie erreicht wurde. Im Jura liegt der Durchschnitt bei 51 Tagen, zwei Tage länger als vor einem Jahr.

Lugano mit 33 Tagen und St. Gallen mit 28 Tagen liegen ebenfalls deutlich über dem schweizerischen Durchschnitt von 24 Tagen.

Die Mietpreise bremsen die Mobilität

Der Immobilienmarkt in der Schweiz teilt sich damit klar in zwei Kategorien: In den Städten übersteigt die Nachfrage, getrieben durch Zuzug und Bevölkerungsbewegungen, das Angebot deutlich.

Im übrigen Land zeigt sich der Markt lockerer, mit einem ausreichenden Angebot. Dieses geringere Umzugsinteresse, das sich in einer Abnahme der Inserate ausdrückt, lässt sich vor allem durch die jüngste Entwicklung der auf dem Markt angebotenen Mieten erklären. „Für Mieter ist es derzeit noch vorteilhafter, in ihrer Wohnung zu bleiben“, schließen die Autoren der Studie.

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