USPI Genf veröffentlicht seinen Jahresbericht 2025

«Ohne private Investitionen gibt es keine Entwicklung des Immobilienbestands. Ohne Rechtsicherheit gibt es keine nachhaltigen Investitionen», betont Yvan Ballif, Präsident des USPI Genf.

Der Schweizer Verband der Immobilienfachleute Genf (USPI Genf) veröffentlicht seinen Jahresbericht 2025 und zieht Bilanz über ein Jahr, das von tiefgreifenden Transformationen im Genfer Immobiliensektor, einer unterstützten politischen Aktivität und einer Modernisierung der beruflichen Praktiken geprägt war.

Als erste historische Vereinigung von Immobilienfachleuten in der Schweiz, gegründet im Jahr 1879, zählt der USPI Genf heute 36 Regie-Mitglieder, die ungefähr 70 % des Genfer Mietwohnungs- und Gewerbeparks verwalten. Die Zahlen von 2025 belegen die zentrale wirtschaftliche Rolle, die ihre Mitglieder spielen, und ihren wesentlichen Beitrag zum Gleichgewicht des Kantons: 320.000 Objekte in Verwaltung, 3,7 Milliarden Franken des verwalteten Mietbestands, 650 Millionen Franken für durchgeführte Arbeiten und 2,7 Milliarden Franken an realisierten Transaktionen.

Das Jahr 2025 hat das Ausmaß der Transformationsprozesse im Genfer Immobiliensektor bestätigt. Angesichts zunehmender regulatorischer Komplexität, steigender Baukosten und eines nach wie vor bestehenden Wohnungsmangels, der eine der strukturellen Herausforderungen des Kantons darstellt, hat der USPI Genf seine entschlossene Zusammenarbeit mit den Behörden fortgesetzt. «Ohne private Investitionen gibt es keine Entwicklung des Immobilienbestands. Ohne Rechtsicherheit gibt es keine nachhaltigen Investitionen», betont Yvan Ballif, Präsident des USPI Genf. In diesem Sinne setzte der Verband seine Sensibilisierungsarbeit fort, um ein stabiles, vorhersehbares und kohärentes Umfeld zu fördern, eine unabdingbare Voraussetzung zur Realisierung der Bau-, Renovierungs- und Verdichtungsziele, zu denen der Kanton aufruft.

Label als Garant für Professionalität

Der USPI Genf hat 2025 seine Arbeit zur Selbstregulierung und Aufwertung des Berufs durch verschiedene Labels fortgesetzt. Das Qualitäts-Label, verpflichtend für alle Mitglieder, gewährleistet insbesondere eine jährliche Überprüfung ihrer finanziellen Gesundheit, Anforderungen an Berufshaftpflichtversicherungen und die strikte Anwendung des Ethik-Kodex der Immobilienberufe.

Das Fortbildungs-Label, eingeführt 2011, fordert die Mitglieder auf, in die Entwicklung der Fähigkeiten ihrer Teams zu investieren. Das Grüne Label, Referenz im Bereich energetischer Renovierung seit 2008, zielt darauf ab, den Energieverbrauch der Gebäude zu optimieren und Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien zu integrieren. Schließlich bestätigt sich das Makler-Label als Garant für Ethik und Professionalität in diesem Bereich. Bis zum 31. Dezember 2025 nutzten 22 Mitglieder das Fortbildungs-Label, 22 das Grüne Label und 26 das Makler-Label. 

In einer zunehmend komplexen rechtlichen, technischen und energietechnischen Umgebung bleibt die Ausbildung eine der Prioritätensäulen des Verbands. Sie bildet einen wesentlichen Hebel, um ein hohes Kompetenzniveau zu sichern und Vertrauen in die Immobilienprofession zu stärken.

Energiewende: Aktives Engagement für konkrete Ergebnisse

Der USPI Genf hat eine aktive Rolle in mehreren wesentlichen regulatorischen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Energiewende gespielt. Der Verband hat insbesondere die administrative Vereinfachung der Installation von Wärmepumpen unterstützt, die unter bestimmten Bedingungen von einer Baugenehmigung befreit sind. Der USPI Genf hat auch zu Diskussionen über strukturierende Wärmeversorgungsnetze, die Entwicklung von Solarenergie und die Reduzierung der CO2-Bilanz von Baumaterialien beigetragen.

Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz: Kurs auf Modernisierung

Im Jahr 2025 hat die Generalversammlung des USPI einstimmig neue Richtlinien im Bereich Cybersicherheit verabschiedet, die ab 2026 für alle Mitglieder verbindlich sind. Parallel dazu hat eine Informationsveranstaltung zum Thema Künstliche Intelligenz fast 30 Fachleute und Führungskräfte von Mitgliedsunternehmen versammelt, was den Willen des Verbands veranschaulicht, die technologischen Veränderungen in der Branche vorauszuplanen.

Eine Branche im Dienst des Kantons

Über die technischen und politischen Dossiers hinaus setzte der USPI Genf seine Engagements für gesellschaftliche Kohäsion, Baubestände und die Anpassung der Wohnungen an demografische Entwicklungen fort. Der Verband hat insbesondere das Programm „1h pro m²“ unterstützt, an den Begegnungen der Silver Economy teilgenommen und seine Zusammenarbeit mit dem Amt für Kulturerbe und Stätten im Rahmen der Begegnungen zum Kulturerbe und Führungen durch geschützte Gebäude fortgesetzt.

Aussichten 2026

Im Jahr 2026 setzt der USPI Genf sein Engagement auf mehreren prioritären Ebenen fort: Klarstellung des Rahmens für energetische Renovierungen, Stärkung der Rechtsicherheit, Unterstützung des Wohnungsbaus und Festigung des institutionellen Dialogs mit den kantonalen und kommunalen Behörden.

 

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